D2-Mädels mit starker Leistung zum Sieg gegen den Tabellenzweiten

Wurden im Hinspiel gegen Werther I noch mit 1:1 unglücklich in der letzten Minute zwei Punkte abgegeben, konnte sich im Rückspiel durch ein engagiertes Auftreten der Auswärtsdreier gesichert werden.

Bei schönstem Fußballfrühlingswetter und vor vielen ZuschauerInnen ging es flott los auf dem ziemlich rutschig-sandigen Kunstrasen am Teutoburger-Wald-Weg. Dabei stellte das Spielfeld ein Novum dar: Es wurde von 16er zu 16ner mit näher gezogenen Außenlinien (verlängerte 16er Linien) gespielt.  Von diesem – im Eindruck kleiner als quer auf einer Hälfte – Spielfeld ließen sich die DSC-Mädels aber nicht beirren. Gegen die hochgewachsenen Gastgeberinnen stellte sie von vornherein klar, dass mit Technik und Spielverständnis gegen Körpervorteile beizukommen ist. Der Spielaufbau über die Außenbahnen brachte stetig Gefahr, die nach einigen guten Ansätzen in der 5. Minute die Führung bedeutete. Mit Übersicht spielte Jenni aus der Mitte heraus auf den rechten Flügel zu Vanessa, die über das gesamte Spiel hinweg eine tolle Leistung zeigte und enorm viel Druck über ihre Seite aufbaute. Ihre Hereingabe zurück vors Tor konnte die in Position gelaufene Jenni nun selbst zum 1:0 verwerten. Nach dieser Drangphase, die noch einige Minuten anhielt und weitere hochkarätige Chancen kreierte – die jedoch leider nicht genutzt werden konnten – ließ die Konzentration etwas nach. Die Mädchen aus Werther zeigten bei einigen Vorstößen und vor allem den gefährlichen, hoch geschlagenen Ecken, dass man sie nicht abschreiben sollte. Zusätzlich gestalteten sich die eigenen Abstöße schwierig. Da auf beiden Seiten jedoch die nötige Präzision fehlte ging es mit der knappen Führung in die Pause. In der Halbzeitansprache wurde die unzureichende Chancenverwertung bemängelt und vor der Qualität der Gegnerinnen, die immer für ein Tor gut seien, gewarnt. So wurde gefordert, wie letzte Woche gegen den SCB, energisch die zweite Hälfte zu beginnen und den Sack mit weiteren Treffern zu zuschnüren.

Dies gelang auch zum Teil. Im Vorwärtsgang zeigte nun Ola ihre ganze Klasse über die gesamte zweite Hälfte hinweg. Hinten geriet man nicht sonderlich mehr unter Druck als in den ersten 30 Minuten, doch fielen dennoch die erwarteten Gegentore. Trotz des guten Starts fiel kurz nach Wiederanpfiff in der 33. Minute das 1:1. Die beste Spielerin aus Werther mit der Nummer 15 setzte sich gut durch und netzte ein. Postwendend stellten unsere Mädels aber die Führung wieder her. Ein Angriff, erneut über die rechte Seite, brachte Vanessa im spitzen Winkel in eine offene Schussposition. Ihr harter Abschluss wurde von der Torhüterin ins eigene Tor gelenkt – 2:1. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich ein offenes, attraktives Spiel mit (leichten) Vorteilen auf unserer Seite. So dribbelte Ola ein ums andere Mal super von der Mittellinie bis kurz vors Tor, doch das letzte Abspiel oder der Torabschluss misslangen dann leider zu oft. Gleichzeitig blieben die Wertherinnen, allen voran die #15 stets kontergefährlich. So war es auch wieder eben jene Spielerin, die in der 42. Minute in einer Kopie ihres ersten Tores das 2:2 erzielte. Verteidigerin Miri hatte mit der gleichgroßen Gegnerin alle Hände voll zutun. Weil ihr dies in der Folge aber immer besser gelang, folgte die beste Phase der DSC-Mädels. Der unbedingte Siegeswille aktivierte weitere Kraftreserven und das Spiel konnte in dieser Phase zu unseren Gunsten entschieden werden. In der 51. Minute drosch Dilara einen Ball per Direktabnahme von der rechten Seite zentral vors Tor, wo Jenni durch gedankenschnelles Nachsetzen trocken rechts unten vollendete. Auf die erneute Führung setzte nur sechs Zeigerumdrehungen später Linda den nächsten Treffer drauf. Nachdem Ola den Ball nach vorne getragen hatte, Linda im ersten Versuch abgeblockt wurde, dann zusammen mit Emily vorm Tor herumstocherte, konnte sie den Ball letztendlich im Tor zum 4:2 unterbringen. Damit war der Sieg so gut wie sicher – dachte man. Ein wenig überraschend, aus keiner wirklich gefährlichen Situation, kam Werther 2 Minuten vor Schluss dann doch noch einmal zum Anschlusstreffer. Wie nicht anders erwartet, war es erneut die #15, welche aus zentraler Position einen aufspringenden Ball mit einem sehenswerten Seitfallzieher ins Tor bugsierte. Da eine weitergehende ernsthafte Antwort der Gastgeberinnen auf unseren Doppelschlag aber ausblieb, stand am Ende der hart erkämpfte 4:3-Auswärtssieg.

Dabei hatten es sich unsere Mädels schwerer gemacht als nötig, da aus vielen hochprozentigen Chancen keine Tore erzielt wurden. So musste zum insgesamt verdienten Sieg etwas gezittert werden. Es spielten: Cara – Miri, Jona, Janna – Vanessa (1), Dilara, Linda (1), Sueda, Emily – Jenni (2), Amelie, Ola.