Pokal-Sensation knapp verpasst

Für das Team von Trainer Markus Wuckel sollte nach der 1:2 Achtelfinal-Niederlage gegen den dreimaligen Pokalsieger und 6-fachen deutschen Meister Schluss sein im DFB-Pokal der Frauen. „Extrem stolz auf seine Mannschaft“ ist er aber trotzdem. Denn Arminia verlangte dem gestanden Bundesligisten alles ab, zeigte sich bissig und laufbereit, so dass man trotz Niederlage mit erhobenem Hauptes vom Platz gehen konnte.

Arminia agierte im Vergleich zu den Liga-Spielen extrem defensiv. Eine 5er-Kette in der Abwehr, davor mit 4-er Mittelfeld konnte und in der Spitze Kapitänin Birker, die als erstes Glied in der Defensiv Leistung agierte. Gewarnt von den zuletzt starken Spielen der Potsdamerinnen in der Liga schien das die richtige Taktik – und sie ging auch auf. Arminia machte Potsdam über neunzig Minuten das Leben schwer. Auch wenn die Offensiv-Aktionen der Bielefelderinnen darunter litten, man selten zu Angriffen kam, der Defensiv-Verbund stand. Außer den ersten 20 Minuten, in denen Arminia noch etwas brauchte, um sich an das Tempo des Bundesligisten zu gewöhnen, konnte sich die Elf von Trainer Wuckel auszeichnen.

Potsdam benötigte zwei Standards, um Tore erzielen. In Minute 17 stieg Potsdams Innenverteidigerin Kiwic nach einer Ecke am höchsten und konnte zum 0:1 einnicken. Arminia ließ sich aber nicht einschüchtern und gab weiterhin alles. Es blieb beim 0:1 Pausenstand.

Auch in Halbzeit agierte der DSC bissig und konnte die Angriffe der Potsdamerinnen immer wieder unterbinden und musste trotzdem den zweiten Gegentreffer hinnehmen. Auch in der 72. Minute stieg wieder Kiwic am höchsten zum Ball nach einer Ecke und konnte zum 0:2 einköpfen.

Doch eine Entscheidung für Potsdam sollte dies auf keinen Fall sein. Die Elf von Trainer Wuckel bäumte sich nochmal auf und schmiss nochmal alles rein. Nach der roten Karte für Potsdams Rauch nach Tätlichkeit an Arminia-Kapitänin Birker, kam der DSC nochmal richtig ins Spiel. Die Überzahl reichte aber leider nur noch zum Anschlusstreffer, welchen die eingewechselte Arminia-Stürmerin Grünheid nach einer starken Ballstafette nach Ballgewinn in der Nachspielzeit verwandelte.

Kurz darauf kam der Abpfiff. Aus der Traum vom Pokal-Viertelfinale und trotzdem kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen, wie DSC-Trainer Wuckel findet. „Auf diese Leistung heute können wir echt stolz sein. Wir haben das Spiel sehr lange offen gehalten und alles reingehauen. Jede einzelne war mit Herz, Wille und Leidenschaft dabei und hat sich zu 100% für das Team aufgeopfert. Daraus können wir sehr viel Kraft für die Meisterschaft mitnehmen.“

 

Details zum Spiel:

Ergebnis:

DSC Arminia Bielefeld – 1.FFC Turbine Potsdam 1:2

Aufstellungen:

DSC Arminia Bielefeld: Brandt – Preuß, Hausberger, Bender, Wos, Lange – Wilckens (45. Grünheid), Jäger, Liedmeier, Schulte (77. Thormählen) – Birker

1.FFC Turbine Potsdam: Schmitz – Schmidt; Elsig; Kiwic – Rauch, Kellond-Knight, Zadrazil, Schwalm (62. Gasper) – Huth (75. Aigbogun), Chmielinski (67. Ehegötz), Kemme

Tore:

0:1 Kiwic (17.); 0:2 Kiwic (72.); 1:2 Grünheid (90.+2)