Viertelfinale! – U17 kegelt den VfL Bochum aus dem Pokal

Man kann von einer kleinen Sensation sprechen, für die die U17 Juniorinnen am frühen Sonntagmorgen im Westfalenpokal sorgten. Mit dem VfL 1848 Bochum konnte eines der Topteams der B-Juniorinnen Regionalliga aus dem Wettbewerb geworfen werden.

Um 10:30 ertönte der Anpfiff von Schiedsrichter Stelios Angelakakis auf dem Kunstrasenplatz an der Friedrich-Hagemann Straße. Premiere am Trainingszentrum der DSC Profis; hatte zuvor noch nie eine Mannschaft der Frauen- und Mädchenabteilung auf dem Gelände trainiert oder ein Spiel bestritten. Das Zweitligaduell der Damen an der heimischen Schillerstraße, sowie die Mithilfe des Präsidiums und der männlichen Teams machte den Spielortwechsel möglich. Und es sollte kein schlechtes Pflaster für unsere Mädels werden.

Arminia begann mutig und wollte sich keineswegs als Außenseiter verstecken. Man wusste um die eigenen Stärken. So wurde Anika Budde in der Anfangsphase mehrfach auf die Reise geschickt, biss sich an der gut stehenden Bochumer Hintermannschaft jedoch noch die Zähne aus. Bochum wurde daraufhin stärker und sicherte sich deutlich mehr Ballbesitz. DSC-Torhüterin Neele Winkler wurde jedoch nur aus der größeren Distanz geprüft und behielt dabei stets die nötige Ruhe. Arminias Offensivspiel verflachte ein wenig, da man durch das zu frühe Spielen in die Tiefe zu wenig Kreativität bewies.
In der 37. Spielminute legte Kröger dann aber durchdacht für Dorin quer, die vor dem Tor cool blieb und rechts unten einschob.

Matti Dorin erzielte die 1:0 Führung und wirkte als umtriebige Spielgestalterin auf der 10er Position.

Bochum zeigte sich bis zur Pause durchaus beeindruckt von der DSC Führung, kam dann aber mit einer Menge Wut im Bauch aus der Kabine. Die DSC Abwehr stand nach dem Wechsel unter Dauerdruck und hielt nur bis 48. Minute stand. Einen Bochumer Angriff konnte man nur ins Zentrum klären, wo Celina Jürgens an den Ball gelangte und aus 25 Metern den Ausgleich erzielte.
Auch im Anschluss wollte Bochum mehr, Arminia konnte sich allerdings sammeln und lies nicht mehr allzu viel zu. Stattdessen setzte man auf Konter. Neuzugang Lea Bartling spielte auf dem rechten Flügel ihre ungemeine Schnelligkeit aus und legte uneigennützig auf Anika Budde ab, die sich mit dem 2:1 für ein tolles Spiel belohnte.

„In die Bochumer Drangphase herein, haben wir es schließlich besser gemacht und auf Konter gesetzt. Das Tempo unserer Außenbahnspielerinnen ist enorm und wir haben gehofft, dass einer dieser Konter dann zum Torerfolg führen würde. Das Tor war dann super herausgespielt und wir haben uns verdientermaßen belohnt.“, freute sich Bastian Melchert, dass sein Team nach dem Ausgleich die Ruhe behielt und wieder zurückkommen konnte.

Bochum versuchte noch einmal zurückzukommen, rannte sich aber immer wieder in der DSC Abwehr fest, die nun wieder besser in den Zweikämpfen war und mit einem geordneten Spielaufbau für Entlastung sorgen konnte. In der Nachspielzeit der Begegnung hielt Neele Winkler den Sieg mit einer sehenswerten Parade fest. Bochum war bedient und musste dem DSC zähneknirschend zum Sieg gratulieren.

„Nach dem bitteren Aus im Elfmeterschießen im letzten Jahr, freut es uns sehr für das Team, dass es in diesem Jahr mit dem Einzug ins Viertelfinale geklappt hat. Das haben sie sich mit einer ordentlichen Leistung aber auch eigenständig verdient. Da ziehen alle an einem Strang und keine hält sich für wichtiger als den Teamerfolg. Das Viertelfinale ist jetzt eine sehr sehr schöne Schlagzeile. Allerdings auch nicht mehr und wir müssen jetzt in jedem Ligaspiel noch ein bisschen besser und konzentrierter agieren.“, bewertete Jan Reineke das Spiel und die Ausgangslage für die nächsten Partien.

DSC:

Winkler – Rother (76. Wandert), Reitmeier, Schnier, Kossmann (C) – Brakemeier, Kröger, Budde, Kirdaroglu (36. Niewald), – Dorin (52. Lindemann), Herold (67. Bartling)

Tore:
1:0 Dorin (37.)
1:1 Jürgens (48.)
2:1 Budde (67.)