Aus im Viertelfinale – Für beste Saisonleistung nicht belohnt

Eine ganz bittere Niederlage mussten unsere erfolgsverwöhnten U17 Juniorinnen gegen den Herforder SV einstecken. Nach 80 Minuten hieß es im Westfalenpokalviertelfinale am Mittwochabend 1-2.

Die Arminia begann so gar nicht, wie man es von einer klassentieferen Mannschaft eigentlich erwarten würde. Von einer defensiven Taktik war nichts zu sehen und so zeigte sich der Gast aus der Regionalliga durchaus beeindruckt vom Bielefelder Spiel. Avien Kröger und Yaren Kirdaroglu verschoben in Herforder Ballbesitz sehr geschickt und zwangen die Herforderinnen immer wieder zu Fehlpässen oder Ballverlusten. Und auch in eigenem Ballbesitz wusste die Arminia zu überzeugen. Gegen die Schnittstellenpässe auf Paula Herold und Anika Budde fand Herford kein echtes Mittel, zudem beeindruckte die Arminia zeitweise mit tollem, direkten Kombinationsspiel. Einer der, über den Flügel vorgetragenen Angriffe führte dann in der 29. Minute auch zum Erfolg. Auf rechts wurde Anika Budde herrlich freigespielt und legte mit viel Übersicht für Yaren Kirdaroglu ab, die Charlotte Schröder im Herforder Tor keine Chance lies. Die Führung für Arminia. Und auch in der Folge zeigte sich Herford durchaus beeindruckt vom Bielefelder Spiel und hätte sich nicht beschweren können, auch noch ein zweiten Gegentor zu kassieren. Mit dem 1-0 ging es allerdings in die Pause, in der Herfords Coach Max Grove wohl die richtigen Worte für sein Team fand.

Yaren Kirdaroglu erzielte die Führung für Arminia und war für Herford nur schwer in den Griff zu kriegen.

Herford kam deutlich verbessert aus der Halbzeitpause und stellte die Arminia nun auch defensiv vor einige Aufgaben. Die erste Chance hatten jedoch wieder die Gastgeberinnen. Avien Kröger scheiterte an der starken Schröder. In der 46. Minute versenkte dann Johanna Sellenriek einen echten Sonntagsschuss im Bielefelder Tor. Einen Klärungsversuch nahm die Herforderin direkt und zirkelte ihn, unhaltbar für Lena Donat, in den Winkel.
Eben jene Donat hielt ihre Arminia dann in der Folge im Spiel. Nach einem Herforder Freistoß, reagierte sie stark und konnte einen Kopfball aus 5 Metern Entfernung noch zur Seite ablenken. In der 75. Minute war sie dann jedoch machtlos. Zunächst parierte Donat wieder stark, im anschließenden Gestocher im 5er behielt jedoch Sarah Böversen die Übersicht und verwandelte zum 1-2. Trotz der zwei Herforder Tore, kann trotzdem nicht von einem Leistungseinbruch der Arminia in Durchgang zwei gesprochen werden. Das Team von Bastian Melchert und Jan Reineke spielte weiter sehr schönen Fußball und setzte nochmal alles daran, den Ausgleich zu erzielen. Ein Wunsch, der an diesem Abend jedoch nicht mehr in Erfüllung gehen sollte.

Herfords Trainer fand nach dem Abpfiff nur lobende Worte für die Gastgeberinnen: „Allein aufgrund der ersten Halbzeit hätten wir uns nicht beschweren dürfen, wenn wir hier heute verlieren. Bielefeld hat wie eine gute Regionalligamannschaft gespielt. Den Klassenunterschied hat man nicht gemerkt“.

Und auch Jan Reineke fand nur gute Worte für den Auftritt seines Teams: „Die Mädels haben heute wahnsinnig konzentriert und diszipliniert gespielt und sich an alle taktischen Vorgaben gehalten. Das war mit Abstand die beste Leistung, seit wir vor zwei Jahren mit der Truppe angefangen haben. Schade, dass es dann am Ende nicht belohnt wird. Vielleicht fehlt uns da noch die Erfahrung von wöchentlichen Spielen gegen so starke Gegner. Aber wir arbeiten ja daran, dass wir nächstes Jahr regelmäßig auf Gegner mit diesem Niveau treffen. Heute haben wir uns aber wirklich nichts vorzuwerfen. Das war eine sau gute Leistung der Mädels!“.

WIR: Donat – Wandert (76. Özkan), Reitmeier, Kossmann, Schöning (57. Dorin) – Niewald, Brakemeier, Budde, Herold, Kirdaroglu – Kröger
– Mai, Rother, Bartling